Fünf Antworten von:

Fabian Schuster

1. Das bin ich:

Fabian:
• ein Naturfreund, der stundenlang im Garten werkeln kann (Fabian – die edle Bohne, die Bedeutung passt für mich schon einmal)
• ein Handarbeitsliebender (ob häkeln, stricken, nähen – ich finde immer eine Wollnadel in der Hosentasche)
• ein leidenschaftlicher Theaterspielender (was gibt es Schöneres, als sich auf der Bühne auszuprobieren?)
• Geschichtenerfinder und Erzähler (sich in Welten träumen ist einfach nur herrlich!)
• ein lächelnder Mensch auf dieser schönen Erde

2. Deshalb habe ich mich für die Montessori-Schule entschieden:

Die Maria-Montessori-Schule ist ein reicher und wunderbarer Ort, an dem Menschen mit großem Herzen und viel Freude zusammenwirken. Hier darf ich Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg begleiten – ohne Druck und Zwang. Die Freude, das Lernen und die Entwicklung beobachten zu dürfen und mitzuerleben, wie die Kinder ihre ganz eigenen Leidenschaften und Begeisterungen für sich entdecken und gestalten, fasziniert mich. Diese intrinsische Motivation und das Feuer, das sich dabei entfacht, begeistern mich jedes Mal – wenn beispielsweise ein kleiner Häkelteddybär aus dem Nichts an einem einzigen Tag entstehen darf, weil Zeit für den Prozess gegeben wird. Hier dürfen die Kinder so sein, wie sie sind. Jeder Mensch wird gesehen – ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener. Ganz nach dem Motto: Du bist genau richtig, so wie du bist. Die Kinder und Jugendlichen haben ihren ganz eigenen Fahrplan auf der Karte unserer Welt – und wir dürfen sie dabei begleiten, diesen in all seinem Facettenreichtum zu begehen.

3. Darum freue ich mich, mit Euren Kindern zu arbeiten:

Jeden Tag freue ich mich darauf, eure Kinder in der Schule zu sehen und gemeinsam wunderbare, fröhliche Momente erleben zu dürfen: beim Häkeln von Kuscheltieren, Nähen von T-Shirts, in lustigen Theaterszenen mit Clownsnase im Gesicht, bei Apfelmus-Kochtagen – und und und. So wie jedes Kind seine ganz eigenen Talente und Freuden mitbringt, darf auch ich meine Ressourcen in den Schulalltag einbringen und andere damit begeistern. Neben der vorbereiteten Umgebung braucht es authentische und engagierte Erwachsene, die genau das vorleben. Dabei sind vor allem auch Zeit für Beziehungsarbeit und das Vertrauen in den inneren Fahrplan eures Kindes die Basis für die gesamte pädagogische Arbeit.

4. Dafür brenne ich:

Ich brenne für so viele Dinge im Leben, dass es manchmal schwer ist, sie alle unter einen Hut zu bekommen. An unserer Schule ist das möglich. Ob Handarbeit, Gartenarbeit, Theater, Kunst oder Hauswirtschaft – ich kann mich mit meinen Impulsen so einbringen, wie sie zu mir passen. Dabei steht natürlich im Mittelpunkt das Wachstum und das Beschreiten der Wege eurer Kinder. Zu sehen, wie sich Menschen für Dinge interessieren und darin ganz aufgehen, fasziniert mich einfach. Ich freue mich, wenn ich ein solcher Funkensprüher werden darf, der im Herzen eines Menschen ein Feuer entfachen kann. Noch schöner ist es, die Kinder begleiten zu dürfen, dieses Feuer durch ihren eigenen Antrieb und die Freude am Tun größer werden zu lassen.

5. Mein Weg:

Nach dem Abi wollte ich eigentlich Grundschullehramt studieren. Doch dann kam alles anders: Als ich auf der Dorfbühne bei einem Theaterstück mitwirkte, spürten meine Eltern sofort, wie sehr mich das Spielen begeisterte – und sie ermutigten mich, diesen Weg auszuprobieren. Also ging ich vier Jahre auf eine Schauspielschule. Auf dieser Reise entdeckte ich die Theaterpädagogik– und sie ließ mich nicht mehr los. 2020 durfte ich meinen Abschluss als Theaterpädagoge BuT machen. Schon damals konnte ich mit Kindern arbeiten und erleben, wie viel Freude und Begeisterung im gemeinsamen Gestalten steckt. Im Anschluss arbeitete ich mehrere Jahre an Waldorfschulen und absolvierte berufsbegleitend die Ausbildung zum Klassenlehrer mit dem Nebenfach Handarbeit. Diese Arbeit war für mich unglaublich wertvoll – vor allem, weil die Kinder im Mittelpunkt standen. Doch immer wieder kam ich an den Punkt, an dem ich mich fragte: Müssen Kinder wirklich „müssen“? Oder sollten sie nicht vielmehr „wollen“ dürfen? Auf dieser Suche nach einer Pädagogik, die genau das lebt, entdeckte ich die Montessori-Schule. Schon beim ersten Lesen der Stellenanzeige wusste ich: Das ist mein Platz! Und so bin ich hier – mitten in einem Team, das mit Herz arbeitet, in einer Schule, die Menschen willkommen heißt, und vor allem: bei euren Kindern, mit denen jeder Tag ein Geschenk ist