Antworten auf häufig gestellten Fragen zur Maria-Montessori-Grundschule Bad Dürkheim

Wodurch zeichnet sich die Montessori Schule aus?

Im Vordergrund steht die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes. Ausgehend von den Vorkenntnissen und dem Leistungsstand in den unterschiedlichen Lernbereichen wird jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert.
Das bedeutet in der Praxis, dass Kinder, die eingeschult werden, jedoch bereits schon lesen, schreiben oder rechnen können, genau da „abgeholt werden“. Es gibt bei uns keine Fibel. Wir beobachten den aktuellen Stand und verfahren entsprechend weiter.

Dadurch, dass jedes Kind individuell arbeitet, gibt es kein „Klassenziel“ im eigentlichen Sinne. Wir können Kinder fördern, die in der Lernstufe 1 sind, indem sie „Lernstoff“ der Stufe 2 oder 3 bearbeiten. Umgekehrt haben bei uns Kinder, die „etwas mehr Zeit brauchen“, die Chance, sich in ihrem Tempo zu entfalten.
Es gibt keinen Notendruck oder vergleichende Tests. Die Kinder erfahren direkt die Vielfalt der Persönlichkeiten ohne Konkurrenzkampf.

Natürlich gibt es auch bei uns Regeln. Die Kinder können nicht einfach machen, was sie wollen. So ist jedes Kind verpflichtet, Eigenverantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen (mit Unterstützung der Pädagogen) und andere Kinder nicht in ihrer Arbeit zu stören.

Gleichzeitig haben die Kinder bei uns die Möglichkeit den Arbeitsplatz selbst zu wählen und zu gestalten, beispielsweise auf dem Bauch liegend auf dem Teppich. Die Pädagogen greifen nur ein, wenn das nicht funktioniert. Dann wird gemeinsam mit dem Kind oder den Kindern das Gespräch gesucht, um eine Lösung zu finden.
Die Lerninhalte sind im Bildungsplan für Rheinland-Pfalz festgelegt. Die Kinder entscheiden in Absprache mit den Lehrkräften, in welchem Tempo und mit welchen Materialien sie in der Freiarbeitszeit lernen. In der Regel findet kein „Frontalunterricht“ statt.

Jede Gruppe ist mit einer Lehrkraft und einer pädagogischen Fachkraft besetzt.
Musik, Kunst, Sport, Englisch sowie Natur- und Sachkunde werden – neben integrierter Projektarbeit – auch als Fachunterricht angeboten.

Noten werden durch Lernbriefe an die Kinder ersetzt.

Ein wertschätzender Umgang bildet die Grundlage der Schulgemeinschaft.

Wie setzen sich die Lerngruppen (Schulklassen) zusammen?

Momentan gibt es zwei Lerngruppen jeweils mit Schülern des ersten bis vierten Schulbesuchsjahres. Die Kinder helfen und unterstützen sich gegenseitig und lernen voneinander.

Welche Ausbildung haben Pädagogen, die bei uns unterrichten?

Die Lehrer haben das 2. Staatsexamen oder die Anerkennung als Montessori-Lehrer sowie das Montessori-Diplom.
Die pädagogischen Fachkräfte haben eine pädagogische Ausbildung (z. B. Sozialpädagogik) und das Montessori-Diplom.

Wie viele Schüler werden in einer Klasse unterrichtet?

Es werden maximal 20 Kinder pro Klasse unterrichtet.

Was bedeutet Ganztagsschule?

Wir sind eine verpflichtende Ganztagsschule. Der Unterricht beginnt um 8:00 Uhr und endet um 15:30 Uhr. Die Kinder werden ab 7:45 Uhr betreut.
Das Ganztagskonzept ermöglicht eine rhythmisierte Gestaltung des Tages, wobei sich körperliche, musische und geistige Arbeit abwechseln und ergänzen.

Werden Wahlfächer angeboten?

Wir bieten Arbeitsgemeinschaften im Bereich Kunst, Spiele oder Garten an.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit an einem Instrumentalunterricht (Geige, Bratsche, Cello, Klavier) und an der Streichergruppe teilzunehmen.

Wird in der Schule ein Mittagessen angeboten?

Ja. Ein gesundes und kindgerechtes Mittagessen wird frisch zubereitet und unmittelbar vor der Mittagspause angeliefert. Die abwechslungsreichen Menüs sorgen für eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung. Sie sind weitgehend saisonal und regional abgestimmt.

In welcher Form findet der Sportunterricht statt?

Der Sportunterricht findet in der Turnhalle bzw. bei gutem Wetter im Freien statt.

In welcher Form können die Kinder das Außengelände in den Pausen nutzen?

Die Kinder sollen sich so oft wie möglich bei frischer Luft im Freien bewegen. Unser Pausenhof sowie eine Wiese mit Obstbäumen bietet im geschützten Raum Rahmen zur Bewegung.
Für den Nachmittagsbereich stimmen wir uns mit der VOS-Grundschule ab. Dann stehen beiden Schulen Pausenhöfe und Spielplätze zur Verfügung.

Wie kommt mein Kind zur Schule?

Es besteht eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Darüber hinaus organisieren sich einige Eltern in Fahrgemeinschaften.

Wie geht es nach der 4. Klasse weiter?

Die Eltern entscheiden in Absprache mit den Kindern und Lehrern, welche Schulform unter Berücksichtigung aller Faktoren (Wohnort der Familie, Schullaufbahnempfehlung) die geeignete ist. Der Besuch einer Regelschule ist genauso denkbar wie die Fortsetzung an einer Montessori-Schule (z. B. IGS Landau).

Wie erfolgt die Aufnahme auf unserer Schule?

Damit die Eltern einen ersten Einblick ist unser Konzept bekommen, bieten wir offene Hospitationen an. Diese finden einmal pro Quartal statt. Sie beginnen mit einem einführenden Info-Gesprächskreis, um die Eltern darauf vorzubereiten und einzustimmen, was sie erwartet. Es schließt sich eine Hospitationsphase von ca. 1,5 Stunden an, in denen die Eltern hautnah erfahren, wie die Lernatmosphäre ist, wie die individuelle Lernplanung und die Durchführung ablaufen. Den Abschluss bildet eine Gesprächsrunde, in denen die Eltern ihre Eindrücke schildern und Fragen stellen können.
Der Hospitationstag für die Eltern endet zwischen 11:00 und 12:00 Uhr. Im Anschluss daran können mit dem Schulleitungsteam (Carmen Doll und Michel Boltz) Termine für die Hospitation des Kindes vereinbart werden. Diese Hospitationstage erstrecken sich von 8:00 bis 15:30 und finden mittwochs statt. Sollten darauf folgend das Kind, die Eltern und die Pädagogen eine Aufnahme befürworten, wird der Vorstand informiert, um die Vertragsabwicklungen zu übernehmen.

Muss ich dem Trägerverein „Frohe Kinder- und Elternzeit e. V.“ beitreten?

Ja, ein Schulplatz für das Kind setzt die Vereinsmitgliedschaft voraus.

Was wird von uns als Eltern erwartet?

Die Schule stützt sich auf die Elternmitarbeit in mehrfacher Hinsicht. Die Eltern sind als Träger der Schule im Verein „Frohe Kinder- und Elternzeit Bad Dürkheim“ zusammengeschlossen und damit für die geschäftliche und organisatorische Wahrnehmung der Trägerschaft verantwortlich. Das bedeutet, dass sie sich z. B. in Form von Öffentlichkeitsarbeit, Hilfe bei schulischen Veranstaltungen, Zusammenarbeit mit Kommune und Verwaltung u. ä. engagieren.
Außerdem setzen wir voraus, dass die Eltern sich für die Entwicklung der Kinder in der Schule interessieren, indem sie Elternabende besuchen, Lehrer-Eltern-Kind-Gespräche führen und gerne in die Schule kommen, wenn ihnen die Kinder ihre Lernfortschritte vorstellen möchten.

Wie finanziert sich die Schule?

Als staatlich anerkannte Schule ist die Maria-Montessori-Schule Bad Dürkheim zum größten Teil öffentlich finanziert. Weitere Kosten werden durch monatliche Elternspenden und eine Einmalspende bei Schuleintritt getragen.